
Durch Interview Vorne mit Thomas Kemp
Thomas Kemp, Leiter Beschaffung, LORCH Schweisstechnik GmbH
Herr Kemp, Ihnen Glückwunsch zu 60 Jahre Lorch! Was hat sich der Einkauf dazu einfallen lassen?
Vielen Dank für die Glückwünsche. Zu unserem 60. Firmenjubiläum wollten wir ja etwas Besonderes veranstalten. Außerdem sollte ein positiver Nebeneffekt sein, dass wir von Seiten der Beschaffung, einen wertvollen Beitrag zu einer außergewöhnlichen Verbesserung des Gesamtergebnisses des Unternehmens beitragen wollten. Also entschlossen wir uns dazu, in diesem, für uns besonderen Jahr, einen Lieferantentag zu veranstalten.
Lieferantentag? Das kann ja nicht so kompliziert sein. Ein paar Einladungen raus, 2-3 Vorträge organisieren und ein anständiges Essen, oder?
Es wäre schön, wenn es so einfach wäre. Wenn wir heute von der Organisation eines Lieferantentages in einer solchen Größenordnung sprechen, dann ist dies in erster Linie mit sehr viel Akribie verbunden. Ehrlich gesagt, hätten wir alleine überhaupt nicht an die vielen kleinen, aber äußerst wichtigen Details gedacht, die es zu erfüllen galt. Doch durch die professionelle Unterstützung von Durch Denken Vorne Consult vor, während und nach der Veranstaltung ist unser Lieferantentag zu einem vollen Erfolg avanciert.
Unter welchem Motto stand der Lieferantentag und wie haben Sie dies auch auf der Veranstaltung umgesetzt?
Das Motto des Lieferantentages lautete „Gemeinsam stark mit Lorch“ und unser Ziel war es, mittels eines Workshops gemeinsam Potentiale zu identifizieren, von denen sowohl unsere Lieferanten, als auch wir in den nächsten Jahren profitieren können. Wir starteten mit zwei Impulsvorträgen und im Anschluss hörten wir mehrere kurze Vorträge unserer Premium Lieferanten, was wir bereits mit einigen Unternehmen erreicht haben, um gemeinsam besser zu werden. Am Nachmittag haben wir in Produktion und Logistik gezeigt, was wir im eigenen Hause unternehmen, um in den nächsten Jahren weiterhin wettbewerbsfähig sein zu können. Abgerundet wurde der Tag dann mit den abschließenden Workshops, in denen die Lieferanten selbständig Ansätze zur Verbesserung erarbeiteten, basierend auf den Vorträgen im Vormittag und den besuchten Stationen im Betrieb.
Das hört sich spannend an. Was ist jetzt im Nachgang herausgekommen?
Das war es auch! Oberstes Ziel war es ja, die Lieferanten und Lorch zu stärken um somit unsere Lieferanten noch enger an unser Haus zu binden. Durch die vielen, zum Teil sehr innovativen Beiträge unserer Lieferanten, konnten wir in 2017 ein Einsparvolumen in sechsstelliger Höhe erreichen, welches letztendlich ein Vielfaches dessen bedeutet, was wir in den Lieferantentag investiert haben. Da die Workshops auf Nachhaltigkeit ausgelegt waren, werden wir auch in den Folgejahren, im ähnlichen Umfang davon profitieren können.
Herr Kemp, Sie sind Gladbach-Fan durch und durch. Auf welchem Platz wird die Borussia vom Niederrhein am Saisonende stehen?
Eine solche Frage ist in diesem Jahr nur sehr schwer zu beantworten, da die Leistungen „meiner“ Borussia in der laufenden Saison doch leider sehr stark schwankend sind. Letztendlich glaube ich jedoch, dass meine Mannschaft unter den ersten sechs Teams landen sollte, was eine Beteiligung an den internationalen Wettbewerben in der nächsten Saison bedeuten würde. Dieses wäre eine wichtige Voraussetzung, um auch in den nächsten Jahren oben mitmischen zu können.
Herr Kemp, wir danken für das Interview!